Rede auf der von dreitausend Menschen besuchten Protestkundgebung am 24.01.2008

Liebe Neustädter, liebe Gäste, wer mich nicht kennt, ich bin Werner Schmidt, Stadtverordneter und Vorsitzender der Liberalen, der FDP hier in Neustadt.

 

Wir lassen nicht zu, dass die Müllverbrennung in dieser unverantwortlichen Größe ausgebaut und um einen zweiten Ofen erweitert wird. Dafür gibt es keinen überzeugenden Grund. Nur um Fremdmüll von sonst wo her zu holen und damit unsere Luft zu verpesten. Das muss verhindert werden. Denken Sie daran: Feinstäube, wie sie aus dem Schornstein des MHKW kommen,
sind lebensgefährlich für uns und für unsere Kinder.

 

Es war die FDP-Neustadt, die als erste vor fast zwei Jahren öffentlich Alarm geschlagen hat. Im Stadtwerke-Ausschuss wurde damals offenbar, welche Absichten der ZVO verfolgt. Widerstand dagegen sammelte sich sehr schnell.    In Neustadt und auch in den Nachbargemeinden.

 

Seither sind enorme Kräfte im Widerstand entwickelt worden. Nicht zuletzt den Eheleuten Tychsen, Senioren im FDP-Ortsverband, ist für ihren persönlichen Einsatz in dieser Sache zu danken. Geld wurde gespendet, der Arbeitseinsatz nahm gigantische Maßstäbe an.

 

Ich habe an dieser Stelle allen herzlich zu danken, für große und auch für die vielen kleinen Taten. Ich danke allen Anwesenden für Ihren hier heute so sichtbar werdenden Protest.

 

Neustadt hat ein unverschämtes Glück, dass es Dr. Kriemhilt Hausberg gibt, die trotz ihrer Pflichten in der Familie, die Bürgerinitiative Neustadt führt, den Verein für ein besseres Müllkonzept in Ostholstein e.V., und das mit einem so mutigen, sachkundigen und unbezwingbaren Elan. Dafür von uns allen ein herzliches Dankeschön !

 

Der Kampf ist noch nicht gewonnen, begründeter Optimismus besteht aber für einen guten Ausgang. Wir dürfen jetzt nicht nachlassen !

 

Ich danke Ihnen allen, dass Sie dem Aufruf folgten und heute dabei sind !


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© 1997 Ilse Tychsen    Last update 2008-february-10