Das Liberale GesprächsForum Neustadt

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Die bisherigen Themen waren: 

01.     Dänische Arbeitsmarktpolitik, ein Vorbild für Ostholstein? Am 16.03.1999. Referentin war Frau Jette Jespersen aus Næstved, Kreis Storstrøm

02.     Perspektiven für Ostholstein im neuen Netzwerk der Ostseeländer. Am 11.05.1999. Referent war der Direktor der Ostsee-Akademie, Travemünde, Dr. Dietmar Albrecht

03.     Versäumen unsere Schulen die Zukunft? Am 14.09.1999. Auf dem Podium: Dr. F.-W. Lehmhaus, Hochschullehrer am Inst.f.Medienpädagogik, UNI Kiel, Familienvater, fünf Kinder, Marianne Breidbach, Dänin, Sozialpädagogin, Mitarbeiterin beim Kinderschutzbund, Mutter, drei Kinder, Norbert Weide, Rechtsanwalt, Vorsitzender des Fördervereins der Grundschule Neustadt.

04.     Die Zukunft unseres Sozialstaats. - Wer zahlt? - Neue Gedanken über Risiken und Chancen. Am 23.11.1999. Referent war: Dr. Helmut Hartmann, aus Hamburg

05.     Agenda 21 - was ist das?  mit Regina Jepp, Agenda-Beauftragte des Kreises Ostholstein. Am gleichen Abend (04.04.2000) wurde auf Vorschlag von Günter Fischer eine Arbeitsgruppe AGENDA 21 für Neustadt gegründet.

06.     2. Mai 2000 war der Vortrag von Prof.Hubertus Müller-Groeling, Vizepräsident des Inst. für Weltwirtschaft Kiel a.D. - Mitglied des Vorstandes der Friedrich-Naumann -Stiftung zum Thema: “Markt, Ethik und Generationenvertrag - Jung und Alt an einem Strang“. 

07.     Die gemeinsamen Tagesfahrt zur EXPO2000 mit einem Einführungsabend in der Zündholzfabrik/ Lauenburg am 10./ 11. Juli 2000 war ein voller Erfolg.

08.     Am 19.Oktober 2000 lautete mit Werner Zywietz das Thema: "Wieviel gilt der Bürgerwille - Wege und Fäden im demokratischen Machtgefüge" 

09.     "Stadtgestaltung - für oder mit dem Bürger?" mit Bernd Straßburger war Gegenstand unserer Veranstaltung am Dienstag, den 21. November 2000 im Hotel "Stadt Kiel"

10.     "Energiebilanz - Perspektiven für die Zukunft" mit Reinhard Esser am Dienstag, dem 13. März um 19:30 Hotel "Stadt Kiel" Das Thema:  Kohle und Öl, unsere klassischen alten Energielieferanten sind endlich. Das muss uns bewusst werden. Gewachsen sind sie in Millionen von Jahren. Dabei gehen wir verhältnismäßig gedankenlos damit um, ohne uns unserer Verantwortung gegenüber der kommenden Generationen zu stellen. Das Bewusstsein für diese Verantwortung aber muss geschärft werden und folglich haben wir unser Verhaltensmuster zu ändern. Die bisher negative Bilanz des gedankenlosen Verbrauchs kann man beeinflussen, kann jeder von uns beeinflussen. Wir müssen uns den regenativen Energiequellen zuwenden, wie Geothermie, Sonne, Wind und Wasser. Denken wir an unsere Kinder und handeln entsprechend. Unser Referent kommt aus der Praxis und hat auch für die Energieeinsparung in Haus und Hof viele gute Ideen. Der Referent: Reinhard Esser ist Elektroingenieur und Leiter der Stadtwerke in Neustadt. Er hat weitreichende Praxiserfahrung im Versorgungsbereich.

11.     "Private Altersvorsorge - Aktien oder was besseres?" mit Dr. Oliver Lorz vom Institut für Weltwirtschaft Kiel war am Donnerstag, den 5.April um 19:30 Hotel "Stadt Kiel" Thema des elften LiberalenGesprächsforums. Der Referent Dr.Oliver Lorz (33) ist Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl des Präsidenten des Instituts für Weltwirtschaft Prof.Dr.Dr.h.c.Horst Siebert in Kiel http://www.bwl.uni-kiel.de/vwlinstitute/ . Seine Forschungsschwerpunkte sind die staatliche Rentenversicherung, die intergenerative Umverteilung und der Standortwettbewerb bei der Kapitalmobilität. 

12.     "Zukunft mit dem uro – Sorgen und Hoffnungen"  mit Prof. Dr. Harmen Lehment (50) ist Direktor am Institut für Weltwirtschaft http://www.uni-kiel.de/ifw/
Er ist seit 1994 Leiter der Abteilung „Information, Redaktion und Außenbeziehungen“ am Institut für Weltwirtschaft in Kiel.
Die Einführung des Euro in Form von Noten und Münzen stellt den letzten Schritt auf dem Weg zu einer gemeinsamen europäischen Währung dar. Dabei ergeben sich eine Vielzahl von Fragen und Herausforderungen für Wirtschaftspolitik, Unternehmen und Bürger.
Wie stabil wird die neue Währung sein? Welche Auswirkungen ergeben sich für die internationalen Währungsmärkte? Welche Belastungen kommen auf die Unternehmen zu? Worauf müssen sich die Verbraucher einstellen? Welche Auswirkungen ergeben sich für die Geldanlage?

13.     "Die Ost-Erweiterung der NATO und die Sicherheit Europas" mit Dr. Dietmar Albrecht (60) dem Direktor der Academia Baltica in Lübeck.
Im Herbst 2002 wird die NATO in Prag über die weitere Ausdehnung der Allianz entscheiden, lässt doch der Andrang zur militärischen Gemeinschaft ebenso wenig nach wie der zur wirtschaftlichen und politischen Einigung. Alle Länder Zwischeneuropas vom Finnischen Meerbusen bis zum Schwarzen Meer drängen unter den militärischen wie unter den politischen Schirm des "Westens". Russland sagt seit langem Widerstand an, und vor allem die deutsche Regierung sorgt sich um den großen Nachbarn. Zu recht? Was heißt Sicherheit heute? Wie sehen die Bedrohungsszenarien angesichts der jüngsten weltpolitischen Entwicklung aus? Wie sollen wir antworten?

14.     „Politik und Ethik. Fundamentalistische Denkweisen - Liberale Gesellschaft“ mit Prof. Dr. Manfred Schleker  war am 12.03.2002 Thema des 14. Liberalen GesprächsForums.
Der Begriff „Fundamentalismus“ steht für Positionen, die auf Fragen der Moral, der Politik und der Wissenschaft „absolut wahre Antworten“ oder „Lösungen“ anbieten. Konflikte, konstitutives Element demokratischer Gesellschaften, werden unterdrückt. Im Verhältnis von Politik und Ethik werden Harmonisierungsmodelle vorgetäuscht. Das Geschichtsbild ist durch verklärte Vergangenheit und apokalyptische Zukunftserwartungen geprägt. Terrorakte und Gewalt sind Mittel der Politik. Diesen Positionen kann nur durch eine offene, demokratische Gesellschaft begegnet werden, in der die Menschenrechte zu Grundrechten geworden sind und in der daher die Würde und Personalität Andersdenkender und -gläubiger geachtet wird.

15.     „Wie viel Öffentlichkeit braucht die Kommunale Selbstverwaltung?
mit Günther Hildebrand MdL am Dientag, den 16. April 2002. “Die Ausschüsse tagen öffentlich“, so heißt es in der Kommunalverfassung unseres Landes. Zu recht, meinen die Liberalen. Warum ist das beim Hauptausschuss des Stadtparlaments in Neustadt anders? Ist das demokratische Transparenz? Wie machen es andere Städte und Gemeinden? Wie sollen wir als verantwortungsbewusste Bürger reagieren? Es gibt Nachholbedarf in Schleswig-Holstein; so etwa bei der Einführung von größerer Offenheit bei den Kommunalwahlen: Die Möglichkeit, durch Kumulieren und Panaschieren Einfluss auf die Parteilisten zu nehmen, wird in anderen Ländern bereits erfolgreich praktiziert. Wie steht es mir der Frage der  Akteneinsicht? Wo ist eine Ausweitung der Öffentlichkeit in der kommunalen Demokratie wünschenswert und wie ist diese zu realisieren?

16.     Und am 29.10.2002 das Thema: „Wie ist der Stand der Vorbereitungen und wie ist überhaupt die derzeitige Beschlusslage zum Ausbau der Fehmarnbelt-Querung“. Gibt es regional- und kommunalpolitische Einflussmöglichkeiten auf die zukünftige Entwicklung? Welche Lehren gibt es durch die bereits fertiggestellten landfesten Verbindungen in Europa am Englischen Kanal, am Großen Belt und am Öresund? Soll die Fehmarnbelt-Querung allein nur einem schnelleren Weg zwischen den Wirtschaftszentren Hamburg und Kopenhagen/ Malmö dienen? Welche Chancen gibt es für die beiden unmittelbar angrenzenden Landkreise Ostholstein auf deutscher und Storstrøm auf dänischer Seite zur unmittelbaren Einflussnahme auf den weiteren Verlauf, ganz gleich ob gebaut wird oder nicht? Was geschieht mit der Bahn, der Straße und mit den Arbeitsplätzen bei uns?
Referenten und Podiumsteilnehmer:
Flemming Møller, Tierarzt in Maribo. Er wohnt in Rødby und ist dort einer der liberalen Gemeindevertreter. Er ist Kandidat für das dänische Parlament folketinget im Wahlkreis Maribo und verkehrspolitischer Sprecher seiner Partei auf Kreisebene VENSTRE Danmarks liberale Parti i Storstrøms amt. Den Text seines Referats finden Sie unter flm.htm.
Hans Treiber wohnt in Sibbersdorf. Er ist bekannt geworden  als der ehemalige Geschäftsführer der Firma Kuhnke in Malente. Ehrenamtlich ist er tätig in der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck. In Ostholstein wurde er zum Vorsitzenden des Unternehmerverbandes gewählt.
Georg Heidtmann stammt aus dem Rheinland und war lange Jahre tätig als Geschäftsführer für Erhvervsrådet Lolland in Holeby. Er hat jetzt eine eigene Beratungs-Firma für grenzüberschreitende Kooperationen gegründet mit dem Sitz im Gewerbezentrum in Oldenburg in Holstein.

17.     Dienstag, den 26. November 2002 sprach Wolfgang J. Stützer, Fa. US Consult, Kirchentellinsfurt zum Thema: „Hegemon und Vasall? Die deutsch/ europäisch - amerikanischen Beziehungen im Zeitalter einer neuen Pax Americana“. Die USA als stärkste wirtschaftliche, militärische und technologische Macht der Geschichte hat eine neue außen- und sicherheitspolitische Strategie formuliert, die ihren Hegemonialanspruch festschreibt. Ohne eigene Identität auf diesem Gebiet, droht den Europäern eine nur nachvollziehende, nicht mehr selber gestaltende Zukunft. Deutschlands Rolle ist durch den im Wahlkampf reaktivierten Antiamerikanismus, der nur auf Negation setzt, auf Dauer marginalisiert worden. In der politischen Realität ist Unterordnung die Folge. Der Referent Wolfgang Stützer, Jg. 1946, hat in Freiburg und in Berlin Politische Wissenschaften studiert. Nach vieljähriger Tätigkeit für die Friedrich-Naumann-Stiftung war er von 1990 bis 1999 Leiter des Deutsch-Amerikanischen Instituts in Tübingen. Seit 1999 ist er als freiberuflicher Berater und Dozent insbesondere für US-Fragen tätig. Zudem wirkt er seit 1990 als International Public Policy Expert der Heritage Foundation, Washington D.C.

18.     am 8.April 2003 (Gesundheitspolitik in Deutschland - Mehr Plan- oder mehr Marktwirtschaft?), Die Gesundheitspolitik in Deutschland steht vor schweren Aufgaben. Die Gesundheitsausgaben explodieren, die Finanzierungsbasis der Kassen und Versicherungen erodiert. Ärzte, Krankenkassen und Apotheken geraten immer mehr in eine Kostenklemme, die Patienten fühlen sich eher schlechter denn besser versorgt. Steigende Krankenkassen-Beiträge erhöhen die Lohnnebenkosten und gefährden die Beschäftigung. Ein politisches Krisenszenario! Welches sind die Reformoptionen? Mehr staatliche Eingriffe in den Gesundheitsmarkt oder mehr Marktwirtschaft durch Wettbewerb und Eigenverantwortung? Wie muss eine durchgereifte Gesundheitsreform aussehen, um den „administrativ-kooperativen Komplex“ unseres Gesundheitssystems aufzulösen? Referent: Prof. Dr. Wolf Schäfer ist Direktor des Instituts für Theoretische Volkswirtschaftslehre der Universität der Bundeswehr Hamburg und Mitglied zahlreicher  in- und ausländischer wissenschaftlicher Institutionen. Die Gesundheitsökonomie gehört zu seinen speziellen Forschungsschwerpunkten.

19.     am 6.Mai 2003: Die Globalisierung – nur ein Sieg des Kapitalismus? Globalisierung in der Wirtschaft ist eine Entwicklung, die seit Jahrhunderten im Austausch von Produkten, Dienstleistungen, Kapital und Personen in der Praxis gelebt wird. Unter dem Eindruck eines sich kaum verringernden Gefälles zwischen sogen. armen und reichen Ländern werden ihre Auswirkungen zunehmend in Frage gestellt und häufig vorschnell mit einem negativen Vorzeichen versehen. Besonders die mit der Globalisierung verbundenen internationalen Kapitalströme sind z.T. heftiger Kritik ausgesetzt, die sich – teilweise ideologisch vorbelastet – rationalen Argumenten verschließt. Referentin: Frau Undine Stricker-Berghoff, Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck

20.     am 21.Oktober 2003: Die Stadtentwicklung der Zukunft - Sterben unsere Innenstädte? Die „Verödung der Innenstädte“ ist in den letzten Jahren zu einer oft beklagten Erscheinung in deutschen Städten geworden. Vielerorts scheinen Einkaufszentren „auf der grünen Wiese“ – mit großzügigem Parkraum und unter guter Anbindung an den PKW-Verkehr – dem Facheinzelhandel in den Innenstädten das Wasser abzugraben; alteingesessene Geschäfte, die die hohen Innenstadtmieten nicht mehr tragen können, müssen schließen, an ihre Stelle treten Filialisten. Leerstehende Ladenlokale verbreiten eine ungastliche Atmosphäre. Referent: Dipl. Ing. Matthias Baum, Architekt und Stadtplaner, Hamburg  http://www.archi-stadt.de/

21.     am 25. November  2003 Wohlstandsgesellschaft am Wendepunkt – wie weit reicht unsere Solidaritätsbereitschaft? mit Sascha Tamm M. A. ,Liberales Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung, Potsdam.  Der Sinn moderner Sozialpolitik besteht darin, Menschen in Not zu helfen und Vorsorge gegen Notlagen zu veranlassen, aber nicht darin, soziale Unterschiede zu egalisieren. Sie greift dort helfend ein, wo akute oder potentielle Notlagen die Möglichkeit bedrohen, Freiheit zu leben und Verantwortung für sich selbst und für andere zu übernehmen. Allein an diesem Ziel soll sich sowohl die direkte Hilfe durch Transferleistungen als auch alle kollektive Vorsorge gegen individuell nicht zu bewältigende Risiken orientieren.

22.     am 30. März 2004  mit  Frau Dr. Michaela Blunk, Mitglied der Lübecker Bürgerschaft: Mütter und Berufstätigkeit – eine politische Aufgabe für alle Parteien. Unsere europäischen Nachbarn verfügen allesamt über ein großes Angebot von Ganztagseinrichtungen für Kinder, angefangen von der Kinderkrippe – oder wie in Skandinavien – Kleinkind-Pflegenestern. Für die Schulkinder sind Ganztagsschulen vorhanden. Sogar die kleinen Länder des Baltikums halten dies für ganz alltäglich. Die Nachbar-Europäer haben, uns voraus, nicht nur dabei an die Kinder gedacht. Sie dachten auch an die Frauen, an die Mütter, denen dadurch ermöglicht wird am beruflichen Leben teil zu nehmen – und das ganz ohne Gewissensbisse. Überlegt hat man dabei offenbar auch, dass junge Frauen ein Recht auf beide Betätigungsmöglichkeiten haben und im Schutze der Gesellschaft diese auch umsetzen können. Überlegt wurde dabei, dass Frauen ein wertvoller Teil der Volkswirtschaft sind. – Hierzulande wählen unsere Frauen mittlerweile ihren eigenen Weg. Sie verzichten auf Nachwuchs. Teils weil dies eine Art Armutsfalle bedeutet, teils weil einfach die entsprechenden Betreuungseinrichtungen bei uns fehlen. Das hat uns in Deutschland mittlerweile eine Reihe von Problemen eingebracht. Hinzuweisen ist dabei auf den sogenannten „Demographischen Faktor“.

23.     Die Europäische Verfassung – Chancen für alle Bürger mit  Prof. Dr. Wolfgang Deppert, Philosophisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, am 05. Mai  2004.
Das Scheitern der EU-Regierungskonferenz über den EU-Verfassungsvertrag und damit der vorläufige Verzicht auf eine Verfassung hatte Europa – weitgehend ohne große öffentliche Anteilnahme – in eine Krise gestürzt. Nach dem Regierungswechsel in Spanien scheinen sich nun jedoch neue Chancen für die Verfassung abzuzeichnen. Mit der Inkraftsetzung des Verfassungsvertrages wäre eine neue Stufe der europäischen Integration erreicht: Alle bisherigen Verträge wären in einem Gesamtdokument zusammengeführt, die EU würde eine einheitliche Rechtspersönlichkeit erlangen. Allerdings sind weder der Inhalt des Vertragsentwurfs noch das weitere Verfahren unumstritten. So bemängeln Kritiker zunächst die mangelhafte Transparenz des Dokuments: Es sei nicht gelungen, die konstitutionellen Grundlagen von Ausführungs- und Detailbestimmungen zu trennen. Deshalb würden sich die in der Verfassung verankerten Rechte und Pflichten sowie ihre Ziele und Absichten erst aus der Lektüre des Gesamttextes von über 470 Artikeln auf 260 Seite erschließen. Der EU-Verfassungsvertrag – wichtiger Durchbruch für den Prozess der europäischen Integration oder Keimzelle eines bürgerfernen europäischen Superstaates?

24.     Vorbeugende Gesundheitspflege in eigener Verantwortung. Am 28. September 2004 führte Herr Dr. Hermann Heinrich, Geschäftsführer der Firma LABO TECH Labortechnik GmbH in Rostock-Warnemünde in die heute gegebenen Möglichkeiten der Orthomolekularen Medizin für eine eigenverantwortliche vorbeugende Gesundheitspflege ein. Für den Menschen notwendige Vitalstoffe können ihre Wirkung nur entfalten, wenn sie aufgrund einer eingehenden ärztlichen Untersuchung individuell angepasst, richtig dosiert und in der richtigen Zusammensetzung gegeben werden. Praktische Hinweise rundeten Vortrag und die Diskussion ab. Wer an diesem hochinteressanten Thema dranbleiben will, kann es durch Anfrage bei Frau Martina Stolzenbach oder im Internet über die Deutsche Gesellschaft für Orthomolekulare Medizin .

25.     Weltethos – Friedenschancen durch Dialog der unterschiedlichen Kulturen. Am 9.November 2004 war Dr. Martin Bauschke , Leiter des Weltethos-Büros in Berlin , Referent.
Was ist die Basis für ein Weltethos, wie es Menschen aus allen großen Religionen und ethischen Traditionen teilen können? Erstens das Prinzip der Menschlichkeit: »Jeder Mensch ­ ob Mann oder Frau, weiß oder farbig, reich oder arm, jung oder alt ­ muß menschlich behandelt werden«. Noch deutlicher ausgedrückt ist dies in der »Goldenen Regel« der Gegenseitigkeit: »Was du nicht willst, das man dir tut, das füge auch keinem anderen zu.« Diese Prinzipien werden in vier zentralen Lebensbereichen entfaltet und rufen jeden Menschen, jede Institution und jede Nation dazu auf, ihre Verantwortung wahrzunehmen:

·  für eine Kultur der Gewaltlosigkeit und der Ehrfurcht vor allem Leben,

·  für eine Kultur der Solidarität und eine gerechte Wirtschaftsordnung,

·  für eine Kultur der Toleranz und ein Leben in Wahrhaftigkeit,

·  für eine Kultur der Gleichberechtigung und die Partnerschaft von Mann und Frau.

Gerade im Zeitalter der Globalisierung ist ein solch globales Ethos absolut notwendig.

26.     Agenda 2010 - Hartz IV – Wie sehen die Folgen aus? mit  Dr. Helmut Hausmann, con_sens GmbH, Hamburg, am 05. April   2005.
Seit Anfang diesen Jahres gilt die Arbeitsmarktreform Hartz IV. Wichtigste Neuerungen sind die Zusammenlegung der bisherigen Arbeitslosenhilfe mit der Sozialhilfe. Weitere Kriterien sind eine verschärfte Zumutbarkeit für die Arbeitsaufnahme sowie eine noch stärkere Prüfung des Vermögens der Arbeitslosen. Wie sehen die Folgen dieser Arbeitsmarktreform aus ? Dr. Helmut Hartmann weiß, wovon er spricht. Der 1951 geborene Referent ist ein renommierter Forscher in der Sozialpolitik und gründete im Jahre 1988 con_sens, eine Consultingfirma für Steuerung und soziale Entwicklung. Zu den Kunden zählen vor allem Sozialämter, aber auch Bundesländer und das Bundessozialministerium. Praktische Erfahrungen sammelte Dr. Helmut Hartmann als Leiter des Hamburger Sozialamtes von 1992 bis 1998.

27.     am 02. Mai 2005  mit  Dipl.-Kfm. M Kudret Ceran, Handelsattaché des Türkischen Generalkonsulats in Hamburg Annäherung der Türkei an Europa - die türkische Perspektive . Das Land hat bereits eindrucksvolle Reformleistungen aufzuweisen. Zwar seien die Voraussetzungen für einen Beitritt momentan noch nicht gegeben, doch grundsätzlich sei dieser anzustreben, wenn die Türkei die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfüllt habe. Es wurden diese Fragen einmal aus einer anderen Perspektive, nämlich der des Beitrittskandidaten Türkei beleuchten.

28.     am 27. September 2005  im Umwelthaus Neustadt als Podiumsdiskussion mit Vertretern von Umwelt, BUND und Bauernverband und Günther Hildebrand MdL zum Thema: Hindert FFH die wirtschaftliche Entwicklung? . Der Begriff FFH ( Fauna Flora Habitat ) ist zu einem Kampfbegriff in der politischen Auseinandersetzung verkommen. Dabei soll er doch helfen, den natürlichen Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu bewahren. Bei kontroverser Diskussion wurden gemeinsam erhebliche Schwächen bei der bisherigen Umsetzung von FFH festgestellt.

29.     am 24. November 2005  mit Wolfgang J. Stützer zum Thema: Perspektiven deutscher Außen- und Sicherheitspolitik nach der Wahl . Der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik fehlt seit der Wiedervereinigung eine zeitgemäße Definition der nationalen Interessen sowie eine realistische Einschätzung der Machtmöglichkeiten. Symbolik aber darf Realpolitik nicht ersetzen.

30.     am 28. Februar 2006  mit Prof. Dr. Harmen Lehment
zum Thema: Lohnzurückhaltung, Arbeitszeitverkürzung und Beschäftigung .
Die Zusammenhänge zwischen Lohnzurückhaltung, Arbeitszeitverkürzung und Beschäftigung in einer globalisierten Weltwirtschaft standen im Mittelpunkt des Vortrages von Prof. Lehment vom Institut für Weltwirtschaft der Kieler Christian-Albrechts-Universität. Grundlage bildete eine empirische Untersuchung für die Bundesrepublik Deutschland 1973 – 1990, veröffentlicht in der Fachzeitschrift „Die Weltwirtschaft“.

31.     am 21. März 2006  mit Andreas Leicht, Chef des Sierksdorfer Hansaparks und Vizepräsident der IHK Lübeck.Wie sieht der Tourismus der Zukunft aus?

32.     Unser Thema am 28.September 2006:  PPP = Privat Public Partnership  mit Günter Hoffman, Kreisdirektor a.D. Die Privatisierung öffentlicher Investitionsaufgaben, wie z.B. Instandhaltung und Bau von Schulen und anderen kommunalen Einrichtungen (das Klinikum Neustadt ist dafür ein positives Beispiel).

33.     Unser Thema am 20.April 2007 um 19:30 Uhr im Marienhof: Finanz- und Steuerpolitik aus einem Guss? Vortrag und Diskussion mit: Dr. Karl-Heinz Däke, Präsident des Bundes der Steuerzahler.
Nicht nur die negativen Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung waren Inhalt des Vortrages, sondern auch Widersinniges und auch Widersprüchliches der „Berliner Gesetzgebung“. In seinem Vortrag setzte sich Dr. Däke unter anderem auch mit aktuellen Fragen der Steuer- und Finanzpolitik auseinander, die Kürzung der Entfernungspauschale, die Streichung der privaten Steuerberatungskosten als Sonderausgaben, die Unternehmenssteuerreform sowie die Neuverschuldung spielten eine Rolle. Ebenso wurden Vorschläge zum Abbau der Neuverschuldung behandelt.

34.     Unser Thema am 26.September 2007 um 19:30 Uhr im Marienhof:
Politische Bildung für "polikferne" Jugendliche. Wege?
 Vortrag und Diskussion mit: Prof.Dr.Benedict Sturzenhecker von der Fachhochschule Kiel.
Viele Jugendliche lehnen etablierte Politik ab. Sie beteiligen sich immer weniger an Wahlen und kaum an lokalen Angeboten demokratischer Partizipation. Andererseits ist der Status als Staatsbürger(in) das einzige, was wir ihnen sicher für die Zukunft anbieten können. Dennoch werden sie häufiger von Erwachsenen und Fachkräften nicht ernst genommen und beteiligt, wenn sie sich nicht an die formellen Kommunikationsformen der politischen Kultur halten. Der Referent machte Vorschläge für die pädagogische und kommunalpolitische Praxis.

35.     Unser Thema am 1.November 2008 um 19:30 Uhr im Marienhof:
Zukunftsfrage ENERGIE - stecken wir in einem Dilemma?
 
Vortrag und Diskussion mit: Prof. Dr. Hans Georg Priesmeyer
vom Insttut für Experimentelle und Angewandte Physik der Universität Kiel .
Es sieht so aus, denn einerseits gibt es die sehr frühzeitige politische Festlegung auf zeitliche Abläufe, die so nicht einzuhalten sind: die erneuerbaren Energien können das Ruder von den fossilen und nuklearen Energieträgern noch nicht zuverlässig übernehmen, andererseits werden aber die Folgen eines Klimawandels immer bedrohlicher wahrgenommen und drängen zum Handeln. Energie ist die wichtigste Triebkraft unserer Volkswirtschaft: - sie soll zuverlässig verfügbar sein, - sie soll umweltschonend bereitstehen - sie soll kostengünstig angeboten werden.

36.     Unser Thema am 5. März 2008 im Marienhof: Wer pflegt mich, wenn ich alt bin? -   Anforderungen an eine leistungsfähige Pflegeinfrastruktur. Vortrag und Diskussion mit: Dr. Heiner Garg stellvertr. Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag. Der möglichst lange Verbleib pflegebedürftiger Menschen in ihrer gewohnten Umgebung hängt davon ab, ob es uns gelingt, den Wegfall familiärer Versorgungsstrukturen durch den kontinuierlichen Auf- und Ausbau professioneller Strukturen aufzufangen. Dabei können und dürfen wir uns nicht länger vor der Frage drücken, wie viel unserer immer älter werdenden Gesellschaft Gesundheit und Pflege vor dem Hintergrund einer massiven sozio-demografischen Verschiebung eigentlich wert ist. Gleichzeitig stehen wir vor der Aufgabe, neue Modelle zur Integration einer immer größer werdenden Bevölkerungsgruppe zu entwickeln und die Weichen für eine zukünftige pflegerische Versorgungsstruktur zu stellen.

37.     Unser Thema am 27. Oktober 2008 im Marienhof:  Mehr Demokratie und Generationen-gerechtigkeit durch ein Wahlrecht von Geburt an? -Anforderungen an ein Familienwahlrecht-
Die Befürworter eines "Wahlrechts von Geburt an" finden, die Altersgrenze beim Wahlrecht sollte abgeschafft werden. Im Grundgesetz heißt es in Artikel 20 "Alle Staatsgewalt geht vom Volk aus und wird vom Volk in Wahlen und Abstimmungen ausgeübt." Nach dem Modell des Familienwahlrechts gehörten hierzu auch Kinder unter 18 Jahren. Solange es noch nicht selbst dazu in der Lage sei, sollten die Eltern stellvertretend für ihr Kind wählen. Je nach Anzahl ihrer Kinder bekämen die Eltern entsprechend mehr Stimmen. 2003 wurde dem Parlament ein entsprechender Gesetzentwurf vorgelegt. Die Mehrheit im Bundestag hat diesen Gesetzentwurf damals jedoch abgelehnt. In Artikel 79 wird in Absatz 3 ausdrücklich erwähnt, dass eine Änderung des Artikels 20 unzulässig ist. Die Altersgrenze ist demnach nicht im Sinne unseres Grundgesetzes. Ist die Idee revolutionär, vielleicht sogar umstürzlerisch? Genau wie es das allgemeine Wahlrecht, das Frauenwahlrecht, die Abschaffung der Sklaverei oder die Abschaffung der Apartheid einmal waren. Wie sollte das praktisch gehen?
In ihrem Vortrag hat Frau Dr. Christel Happach-Kasan das Modell engagiert vorgestellt.

38.     Am 19. November 2008 im Marienhof:  Qualifizierte frühkindliche Bildung –
Chance für unsere Kinder und unsere Wirtschaft?
  Prof. Dr. Hans Arnold, Vorsitzender des Fördervereins Lübecker Kindertagesstätten e.V.:  Das Thema frühkindliche Bildung war bis vor wenigen Jahren gar keins. Institutionalisierte Bildung, so bis vor kurzem noch die gängige Auffassung, beginnt mit der Schule. Was vorher in Krippen, Kindergärten oder bei Tagesmüttern stattfindet, läuft unter Betreuung und bestenfalls noch unter kreativem Spielen. Wenn das Thema einmal den Weg in den politischen Diskurs fand, so wurde bestenfalls nach der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit gerufen. Erst einige wissenschaftliche Ergebnisse, so z.B. Zusatzuntersuchungen zu den PISA-Studien oder volkswirtschaftliche Berechnungen der OECD, riefen ins öffentliche Bewusstsein, was Fachleute (bis dato kaum gehört) schon lange wussten: In den ersten Jahren werden entscheidende Voraussetzungen im Bildungsbereich aufgebaut, als Fundament für die weitere Bildungsbiographie – oder auch als Barrieren. Und nicht nur der individuelle Bildungsweg wird von der frühkindlichen Förderung bereitet, auch der gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Nutzen ist hoch.

39.     Am 18. März 2009 im Marienhof:  Das soziale Modell - Bürgergeld  
mit Dr.Kerstin Funk vom Liberalen Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.
Dem liberalen Bürgergeld liegt die Idee der negativen Einkommensteuer zugrunde. Es schafft ein für die Bürger transparentes System staatlicher Sozialleistungen, indem es die materiellen Lebensgrundlagen aller Bürger sichert, die über kein ausreichendes Erwerbseinkommen verfügen. Es soll stärker als heute die Aufnahme eigener Erwerbstätigkeit belohnen und dabei möglichst weitgehend auf bürokratischen Aufwand verzichten. Das liberale Steuermodell ergänzt das Bürgergeld durch ein einfaches, niedriges und gerechtes Stufenmodell der Einkommensbesteuerung. Die klaren Botschaften der Initative „umSteuern“ der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit lauten: - Das vereinfachte Steuersystem entlastet besonders Familien und ist für alle verständlich. - Das Stufenmodell entfacht die Wirtschaftsdynamik und schafft somit Arbeitsplätze. - Das Bürgergeld ist das soziale Modell, das Anreize für Arbeit schafft, den Bedürftigen hilft und dafür sorgt, dass der Empfang von Sozialleistungen nicht zum Lebensstil wird. - Eigentum fördert Verantwortung und stärkt die demokratische Ordnung. In einer pluralistischen Demokratie fällt der Mitte die Rolle des Motors der Bürgergesellschaft zu. Gerade deshalb ist es fatal, dass sie hierzulande zusehends an Substanz verliert. Gleichzeitig nimmt der Anteil der von staatlichen Transfers abhängigen Menschen beständig zu. Für die Demokratie ergeben sich daraus zahlreiche Gefahren: Der unabhängige Bürger, der den Staat kontrollieren soll, wird zum staatlich abhängigen, zunehmend unpolitischen Klienten. Dies ist eine Entwicklung, durch die jede liberale Reformpolitik ihre Basis verliert. Deshalb ist jetzt ein umfassender liberaler Gesellschaftsentwurf gefragt, der die Notwendigkeit einer freiheitlichen Politik erklärt und die Bedingungen ihrer Möglichkeit beschreibt. Mit ihren Reformvorschlägen will die Friedrich- Naumann-Stiftung für die Freiheit die Notwendigkeit eines „umSteuerns“ in der Politik hin zu mehr Freiheit aufzeigen und dabei deutlich machen, wie dringend die Schaffung entsprechender gesellschaftlicher Rahmenbedingungen ist. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.umsteuern.org

40.     Am 29. April 2009 im Marienhof:  Europa vor der Wahl - Wohin führt der Weg der EU?
Chance für unsere Kinder und unsere Wirtschaft?   Referent: Jens Ruge, Landesvorsitzender der EUROPA-UNION Deutschland, LV S-H. Europa - Werte - Wege - Ziele für den Frieden mit all unseren Nachbarn und darüber hinaus. "In Vielfalt geeint," ist der Leitspruch der Europäischen Union. Europa wächst und wächst zusammen. Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs ist eine Partnerschaft von Staaten entstanden, mit der die höchsten Erwartungen früherer Generationen übertroffen wurden. Am 29. Oktober 2004 unterzeichneten in Rom die Staats- und Regierungschefs der 25 Mitgliedstaaten der Europäischen Union den Vertrag über eine Verfassung für Europa. Ein historischer Tag für Europa und damit wurde die größte Friedensbewegung für uns und unsere Europäischen Nachbarn aus der Taufe gehoben. Wie sieht die heutige Situation in Europa aus? Was wurde erreicht? Wo sehen auch wir hier in Deutschland unsere Vorteile? Wieweit reichen Beschlüsse der EU in unseren Alltag hinein? Im Juni dieses Jahres ist Europawahl. Zeit für uns Bürger, uns Gedanken für die Europäische Zukunft zu machen.

41.     Am 29.März 2010 um 19:30 Uhr im Marienhof:  Gesundheit 21 - wie sieht das Gesundheitssystem von morgen aus?   mit Dipl.Volkswirt Thomas Wudtke, Itzehoe Gesundheitsökonom und Fachberater im Gesundheitswesen. Moderation: Martin Liegmann

42.     Am Mittwoch, den 3.November 2010 um 19:30 Uhr im Hotel Stadt Kiel. Zum Thema: Feste - Fehmarnbelt - Querung - Planungsstand und Bedeutung für uns hier in Ostholstein sprach Herr Horst Weppler, Leiter des Fachdienstes "Regionale Planung" des Kreises Ostholstein. Moderation: Dirk Hollerbach, Journalist

43.     Am 22.Februar 2011 im Hotel "Stadt Kiel"  20 Jahre deutsch-polnischer Nachbarschaftsvertrag - von der Interessengemeinschaft über gute Nachbarschaft zur Freundschaft?   mit Herrn Generalkonsul Andrzej Osiak vom Generalkonsulat der Republik Polen in Hamburg. Zusammen mit Politikwissenschaftlerin Frau Dr. Petra Beckmann-Schulz aus Hamburg. Moderation: Dirk Hollerbach, Journalist

44.     "Det er et yndigt land - oder - sechs Kapitel Dänemark" am 28.03.2011 mit
Dr. Dietmar Albrecht dem Begründer und ehemaligen Direktor der Academia Baltica in Lübeck. Er ist Verfasser einer Serie
literarischer Landesbeschreibungen
und ausgezeichneter Kenner unseres unmittelbaren Nachbarlandes.
Ergänzt wurde der Vortrag durch den Neustädter Architekten Uwe Tychsen.

45.     "Mehr Frauen in Führungspositionen - ein europäischer Weg?" am 04.05.2011 mit
Frau Kirstin Funke MdL und Frau Heidemarie Keller, Beratungsstelle FRAU & BERUF Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel mbH und Frau Daniela Barth Vicepräses der IHK zu Lübeck, Gf BARTH Werbetechnik und Design.

46.     "Zeitwende in der Energiepolitik" - bis 2022 Ausstieg aus der Atomkraft.
am 22.09.2011 mit Christopher Vogt MdL und Herrn Dr. Uwe Gaßmann,
Hannover, stellv.Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Arbeitgeberverbände
energie- u.versorgungswirtschaftlicher Unternehmungen.

47.     "Politische Strömungen im deutschen Parteiensystem – Ein Überblick"
am 26.10.2011 mit Martin Koschkar M.A. , Politikwissenschaftler,
Doktorand und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Rostock.
Welche Ziele verfolgen die politischen Parteien im Bundestag und den Landtagen?
Die Veranstaltung wurde wegen fehlender Anmeldungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

48.     am 29.11.2011 im Hotel "Stadt Kiel" zum Thema: "Die gute alte Zeit? Kindheit und Lebensumstände im Mittelalter in unseren Kleinstädten" mit unserem Neustädter Museumsleiter dem Archäologen Dr. Frank Wilschewski. Der Satz: "Früher war alles besser" suggeriert, dass heute die Lebensumstände schlechter seien als in der "guten alten Zeit". In Anbetracht von Seuchen, der aus heutiger Sicht sehr gewöhnungsbedürftigen medizinischen Versorgung, der hohen Sterblichkeit und der wenig qualitätsvollen Infrastruktur damals können wir modernen Menschen froh sein, dass wir in der Gegenwart leben. Das wurde u. a. anhand wandernder Kehrichthaufen, psychisch wie physisch bestens ausgestatteter Ammen und natürlich exemplarisch an Otto Normalverbraucher der mittelalterlichen Kleinstadt lebendig rübergebracht.

49.     am 27.03.2012 im Hotel "Stadt Kiel", Neustadt in Holstein zum Thema:
"Das deutsche Parteiensystem im Wandel? - vom 'Superwahljahr 2011' zur
Landtagswahl in Schleswig-Holstein!" mit Martin Koschkar M.A. , Politikwissenschaftler, Doktorand und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Rostock.
Welche Ziele verfolgen die politischen Parteien im Bundestag und in den Landtagen?

50.     am 01.11.2012 in Neustadt in Holstein zum Thema: "Rumänien - heute.
Ein Land im Aufbruch." mit Jan Koneffke , Schriftsteller, Publizist und Übersetzer.
Seit 2007 ist Rumänien Mitglied der Europäischen Union. Ein sehr lebendiger Vortrag über die Licht- und Schattenseiten dieses für uns weitgehend unbekannten Landes mit über 22 Millionen Einwohnern begeisterte die Zuhörerschar im großen Saal des Hotels "Stadt Kiel".

51.     am 27.11.2012 in Neustadt in Holstein zum Thema: "Christianisierung des Nordens -
Herrschaft und Mission in Norddeutschland." mit Dr.Frank Wilschewski ,
Leiter des Museums zeiTTor. Karl der Große begann es und die Sachsenkaiser setzten es fort, über Bremen und Hamburg auch unserer Ecke das Christentum zu bringen. Eine spannende Zeit unserer Landesgeschichte. Das Liberale GesprächsForum Neustadt in Holstein feiert seinen fünfzigsten Vortragsabend und eröffnet damit die Vorweihnachtszeit.

52.     am 06.02.2013 in Neustadt in Holstein zum Thema: "NeubürgerInnen, MigrantInnen, AsylantInnen in der Bürgergesellschaft - Integrationsschicksale in Ostholstein -
Berichte aus der Praxis." mit Rüdiger Tuschewski , vom
Deutschen Kinderschutzbund, Kreisverband Ostholstein e.V.. Wie die konkrete Situation vor Ort in Ostholstein bezüglich der Integration von sogenannten NeubürgerInnen, MigrantInnen oder AsylantInnen aussieht, wurde an diesem Abend gemeinsam beleuchtet. Zu diesem Zweck wurden den VeranstaltungsteilnehmerInnen praxisnahe Beispiele aus Ostholstein zum Thema Integration vorgestellt. Fragen wurden behandelt zu Auseinandersetzungen mit dem Recht aber auch der Pflicht zur Integration sowie den Auswirkungen der Anwendung des gegenwärtigen Ausländerrechts in der Praxis.

53.     am 16.04.2013 in Neustadt in Holstein zum Thema: "Wie wollen wir wohnen im Alter?" mit Fabian Weist , Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Ostholstein. Im Jahr 2020 wird voraussichtlich mehr als jeder vierte Einwohner Ostholsteins über 65 Jahre alt sein. Die Geburtenzahlen sinken, es gibt zu wenig Nachkommen. Daher sollte jeder rechtzeitig über Wohn- und Lebensformen im Alter nachdenken, die auch dann noch tragen, wenn Hilfe und Pflege nötig werden sollten. Die Wohnqualität bestimmt die Lebensqualität. Besonders wenn die Beweglichkeit nachlässt, entwickelt sich die Wohnung allmählich zum Lebensmittelpunkt. Viele Senioren möchten möglichst selbstbestimmt leben - selbst wenn ihre körperlichen oder psychisch-geistigen Energien nachlassen. Diese Entwicklung erfordert neue zukunftstaugliche Wohn- und Lebensformen für ältere Menschen. In Ostholstein hat sich dem Thema "Wohnen im Alter" seit Jahren insbesondere die Wohnungsbaugesellschaft Ostholstein zugewandt. Im Portfolio des Unternehmens befinden sich mehrere barrierearme generationsübergreifende Wohnformen an unterschiedlichen Standorten im Kreis Ostholstein, welche ein möglichst langes, selbstbestimmtes Wohnen in den eigenen vier Wänden ermöglichen. Diese alternativen Wohnformen hat uns Herr Fabian Weist lebendig und überzeugend vorgestellt.

54.     am 22. August 2013 zum Thema: Kroatien: Dauer und Zäsuren in der Geschichte des Landes mit Professor Dr.Ludwig Steindorff, von der Christian-Albrecht-Universität in Kiel.
Das jüngste Mitglied der Europäischen Union ist zugleich einer der jüngsten Staaten in Europa, und seine Grenzen gehen erst auf die Zeit des sozialistischen Jugoslawien zurück. Doch den Volksnamen „Kroaten“ und den Landesnamen „Kroatien“ kennen wir schon seit dem Mittelalter. Als langfristig wirksame Strukturmerkmale in der Geschichte Kroatiens sind geographische Gegebenheiten, Bevölkerung, Sprache, Schrifttradition, kirchliche Verhältnisse, das Nebeneinander der historischen Regionen zu benennen. Aus dem Ansprechen einzelner Zäsuren von der Antike bis in die Gegenwart ergibt sich ein Überblick über die Geschichte des Kroatiens einschließlich der Anfänge der Moderne noch im Verband von Österreich-Ungarn, der schwierigen zwei Jahrzehnte des ersten Jugoslawien, der Schrecken des Zweiten Weltkrieges, der Zugehörigkeit zum sozialistischen Jugoslawien mit seinem Sonderweg, der Erfahrung der jugoslawischen Nachfolgekriege und der allmählichen Konsolidierung der Republik Kroatien als demokratischer Staat mit marktwirtschaftlicher Ordnung. Erst aus der ferneren Rückschau werden viele Prägungen des gegenwärtigen Kroatien verständlich, und die scheinbare Unübersichtlichkeit mancher Entwicklungen im 20. Jahrhundert löst sich auf. Die gleichzeitige Zugehörigkeit zu Mitteleuropa, zu Südosteuropa und zum Mittelmeerraum erweist sich als besonderes Charakteristikum Kroatiens in der Reihe der EU-Länder. Willkommen in der Europäischen Gemeinschaft!

xx.     Der am 5. November 2013 geplante Vortragsabend zum Thema: Estland mit
Herrn Carl Eric Laantee Reintamm musste wegen eines plötzlichen Trauerfalls
abgesagt werden. Er bleibt auf der Agenda und wird kurzfristig nachgeholt.

55.     Am 9. Dezember 2013 Vortragsabend zum Thema: Armut und Würde mit
Herrn Bernd Heinemann stellvertretender Landesvorsitzender des
Deutschen Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein DKSB S-H
Die Thematik „Arbeitslosigkeit“ und deren Folgen, stand an diesem Abend im Mittelpunkt. Besonders durch Langzeit-Arbeitslosigkeit werden die ganze Persönlichkeit der Menschen und ihr soziales Umfeld in Mitleidenschaft gezogen. Das gilt insbesondere für die Kinder, welche in dem direkten sozialen Umfeld leben. Sie spüren die Folgen.„Langzeitwirkungen“ stellen sich ein. Über die Folgen einerseits und die Möglichkeiten der Hilfe und der Frage was Politik tun kann, haben wir miteinander gesprochen.

56.     Am 4. März 2014 das Thema: Estland - ein Land im Aufbruch
mit Herrn Carl Eric Laantee Reintamm vor vollem Saal im Hotel "Stadt Kiel". Herr Reintamm ist Gesandter der Botschaft von Estland in Berlin. Er studierte von 1988 bis 1994 Sprachen und Geschichte an den Universitäten von Uppsala und Stockholm in Schweden und ist seit 1999 im diplomatischen Dienst seines Heimatlandes.
Ein überzeugender Vortrag.

57.     Am 16. April 2014 das Thema: Litauen - ein baltischer Staat im Focus
mit Herrn Ernestas Mickus vor vollem Saal im Hotel "Stadt Kiel".
Herr Mickus ist Gesandter Botschaftsrat der Botschaft der Republik Litauen in Berlin
Eine lebendige Schilderung seines Heimatlandes und der aktuellen Situation.

58.     Am 2. September 2014 das Thema: Lettland - eine europäische Perle
mit Herrn Janis Caune vor einem hochinteressierten Publikum im Hotel "Stadt Kiel".
Herr Caune ist 2.Botschaftssekretär der Botschaft der Republik Lettland in Berlin.
Sehr authentisch vermittelte der Referent ein Bild seines Heimatlandes.In der anschließenden Diskussion blieb keine Frage offen. Herzlichen Dank!

59.     Am 23. September 2014 das Thema: Russland - Ukraine - ein Spannungsfeld
mit Herrn Dr.Ekkehard Klug Landtagsabgeordneter der FDP und Privatdozent am Historischen Seminar Osteuropäische Geschichte der der UNI Kiel.
Aktueller ging es diesmal nicht! Mitten in der Ukraine-Krise einen so fachlich fundierten Vortrag zu hören, war ein wahrer Gewinn. Die anschließende Diskussion zeigte das lebhaft geweckte Intersse.

60.     Am 5. Dezember 2014 das Thema: Dänemark - unser nächster europäischer Nachbar
mit Frau Marianne Breidbach Sozialpädagogin und dänische Staatsbürgerin.
In der Adventszeit unser vorweihnachtlicher Abend. Schon traditionsgemäß, diesmal mit Julegløgg und Småkager.

61.     Am 3. März 2015 das Thema: Kostbare Demokratie - Freiheit und Verantwortung -
mit Herrn Christopher Vogt aus Nusse, Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages und dort Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr.
„Bürger zu sein“ bedeutet mehr als über eine reine Erwerbsbiographie mit Staatsangehörigkeit zu verfügen, das Fitnessstudio aufzusuchen und seinen Vorgarten in Ordnung zu halten. „Bürger zu sein“ wurde als Ausdruck des Selbstbewusstseins zu eigener Verantwortung und des Willens zur Unabhängigkeit verstanden. Genau das sollte „Bürger zu sein“ auch wieder werden. Bescheidenheit mit Selbstvertrauen zu verbinden und sich auch von einem Staat zu emanzipieren, der zwar beschützt, aber eben auch oft genug beschneidet – das ist eine wichtige Haltung für eine freiheitliche Gesellschaft. … „Ein Verständnis von einem Gemeinwesen, das von selbstbewussten Bürgern getragen wird, die sich nicht als Staatskunden empfinden und Demokratie nicht nur auf einen wirtschaftlichen und sozialen Zweckverband in Zeiten der Hochkonjunktur reduzieren.“ (Dr. Wolfgang Gerhardt).

62.     Am 6. Mai 2015 das Thema: Die deutsche Konjunktur - auch mit Mindestlohn robust und zukunftsfähig? mit Herrn Dr. Dominik Groll, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Weltwirtschaft in Kiel und dort Experte für den Deutschen Arbeitsmarkt im Konjunkturverlauf,
Beschäftigung, Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Lohnentwicklung, Mindestlohn und makroökonomische Modelle der offenen Volkswirtschaft. Ein umfassender Strauß von Fakten rund um die deutsche Konjunktur und Gelegenheit, die gestellten Fragen mitzudiskutieren gab es reichlich Gelegenheit. Alles in allgemeinverständlicher Sprache vorgetragen.

63.     Am 19. Mai 2015 das Thema: Flucht, Asyl und Einwanderung: Chance und Herausforderung auch für Ostholstein mit Herrn Dr. Matthias Badenhop.
Dr. Matthias Badenhop arbeitete in verschieden Leitungsfunktionenen
im schleswig-holsteinischen Sozialministerium und ist seit 2014
Fachbereichsleiter Soziales, Jugend, Bildung und Sport der Kreisverwaltung Ostholstein.
Mit ihm gab es ausführliche Informationen über die aktuelle Rechtslage sowie eine vertiefende Auseinandersetzung mit der derzeitigen Flüchtlingssituation im Kreis Ostholstein und den damit verbundenen Chancen und Herausforderungen.
Die anschließende Diskussion klärte alle Fragen der vielen Teilnehmer.

64.     Am 25. September 2015 hatte die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit alle eingeladen, die unsere Gesellschaft liberaler machen wollen, an einer Zukunftswerkstatt in Potsdam in ihrer zentralen Geschäftstelle teilzunehmen. In Sessions, Präsentationen und Aktionen wurden die aktuellen Herausforderungen der Politik thematisiert, unter anderem die Digitalisierung, die Änderungen am Arbeitsmarkt, das Freihandelsabkommen TTIP, Einwanderung und Integration, Energie und das europäische Projekt. Aus Neustadt nahmen teil: Brita Heuvels, Bernd Heuvels und Uwe Tychsen. Sie erfuhren dabei auch, wie sich die Stiftung für die Freiheit neu aufgestellt hat. Mit dabei waren Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien und Wissenschaft wie Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Annika Arras, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Wolf-Dieter Zumpfort, Marco Buschmann, Boris Reitschuster und viele mehr.

65.     Am 4. November 2015 das Thema: Flüchtlingskrise: Ursachen und Hintergründe zur aktuellen Flüchtlingssituation mit Herrn Sven Reimann. Sven Reimann arbeitet als Integrationsfachkraft beim Deutschen Kinderschutzbund – Kreisverband Ostholstein e.V. Er ging auf den Hintergrund der Menschen, die zu uns kommen, ein. „Wie kann eine Integration der Asylsuchenden in unsere Gesellschaft gelingen?“ „Wie weit muss sich unsere Gesellschaft auf die Flüchtlinge zubewegen und inwieweit müssen sich die Asylsuchenden anpassen?“ Was sind die Ursachen ihrer Flucht? Vor welchem kulturellen Hintergrund sind die Flüchtlinge aufgewachsen bzw. sozialisiert worden? Wie waren bzw. sind die Lebensbedingungen für die Menschen in Ländern wie beispielsweise Syrien oder Irak? Welche Rolle spielt der Glaube im Leben der Menschen? Mit welcher Erwartungshaltung kommen die Menschen nach Deutschland?
In angeregter Diskussion schloss der sehr gut besuchte Abend.

66.     Am 9. Dezember 2015 das Thema: Die Grenzen des Systems - Schulen am Rande ihrer Leistungsfähigkeit? mit Herrn Matthias Isecke-Vogelsang. Der Referent war in Ostholstein seit 1990 erfolgreicher Schulleiter der GHS Süsel und ist seit Sommer 2010 Schulleiter der Gotthard-Kühl-Schule der Hansestadt Lübeck. Im Focus der Diskussion stehen die Rahmenbedingungen, welche für eine gelingende gemeinsame Beschulung von Kindern mit und ohne Handicap in der Regelschule notwendig sind. Im Zuge der nun stark gestiegenen Asylbewerberzahlen kommen neue Herausforderungen bei der Aufnahme der Kinder der Asylbewerber in die Schule auf das System zu. Gegenwärtig scheint Schule mit Klassengrößen von bis zu 30 Schülerinnen und Schülern, Lehrerstundenzuweisungen, welche kaum Doppelbesetzungen zulassen, fehlenden DAZ-Lehrkräften oder der ungeklärten Zukunft der Förderzentren selbst noch eine Menge Hausaufgaben vor sich zu haben. Im Zuge dessen stellt sich die Frage, ob Schule in seiner momentanen Form an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit angekommen ist? Bei der Suche nach einer Antwort finden sich eine Vielzahl weiterer Fragen, wie beispielweise: Welche Rahmenbedingungen sind für guten Unterricht notwendig?, Ist die derzeitige finanzielle Ausstattung des Systems Schule ausreichend?, Kann eine stärkere lokale Verantwortung sinnvoller sein, als die zentrale Steuerung durch den Staat?

67.     Am 25. Februar 2016 das Thema: "Wie der Wandel der Medien auch unsere Demokratie verändert" mit Herrn Dr. Bernd Buchholz. Der Referent wurde 1961 geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre promovierte er zum Dr.jur.. In seiner beruflichen Tätigkeit im Zeitschriftengeschäft avancierte er in Führungsaufgaben bei Gruner + Jahr und Bertelsmann. Seit 2014 ist er als Rechtsanwalt in Hamburg tätig. Politisch ist Bernd Buchholz in der FDP aktiv, z.Zt. als stellvertr.Vorsitzender des FDP-Landesverbandes Schleswig-Holstein. Sein sehr lebendiger Vortrag brachte aktuelle Informationen aus der aktuellen Medienwelt. Die Digitalisierung unserer Gesellschaft greift tief in gesellschaftliche Prozesse und Strukturen ein. Von diesen Veränderungsprozessen sind so gut wie alle gesellschaftlichen Bereiche betroffen. Dementsprechend vollziehen auch die Medien einen grundsätzlichen Wandel. Kann ein Politiker mit Ecken und Kanten heute noch Erfolg haben? Inwieweit wirkt sich der Medienwandel auf Themensetzung und Diskussionskultur aus? Wem nützt die Veränderung?

68.     Am 26. April 2016 das Thema: "Flüchtlinge in Ostholstein - Wege in den Arbeitsmarkt" mit Herrn Uwe Wille. Seit 1991 ist Uwe Wille beim Kreis Ostholstein im Migrationsbereich beschäftigt. Zunächst war er Leiter von Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber u.a. in Pelzerhaken. Aufgrund beruflicher Weiterentwicklung wurde Uwe Wille dann für die Migrationssozialberatung im Kreis Ostholstein verantwortlich. Seit dem 01.05.2015 ist er der Migrationsmanager des Kreises Ostholstein.
Das Ankommen einer Vielzahl von Flüchtlingen im Kreis Ostholstein stellte und stellt alle Beteiligten vor Ort vor große Herausforderungen. Die ersten Schritte der Integration der Flüchtlinge in das Gemeinwesen Ostholsteins wurden auch dank herausragender ehrenamtlicher Unterstützung erfolgreich absolviert. Inzwischen verfügen die Flüchtlinge über angemessenen Wohnraum, kennen die Infrastruktur vor Ort, haben an ersten Sprachkursen teilgenommen und sind in Kontakt mit den Menschen im Sozialraum. Nun ist es an der Zeit sich einem weiteren bedeutsamen Thema, der Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt, zuzuwenden. Sehr viele Flüchtlinge wollen ihren Lebensunterhalt selbst erwirtschaften und zeigen dementsprechend ein großes Interesse an einer schnellen Arbeitsaufnahme. Andererseits gibt es eine Vielzahl von Firmen und Betrieben, welche händeringend Arbeitskräfte suchen.

69.     Am 06.September 2016: "Emanzipation im Islam - Eine Abrechnung mit ihren Feinden"
mit Frau Sineb El Masrar.
Sineb El Masrar ist Autorin u. Herausgeberin von "Gazelle: Das multikulturelle Frauenmagazin"
"Die Quelle des Fortschritts und das Fundament im Islam sind eindeutig weiblich", sagt Sineb El Masrar. Nur weil seit Generationen männliche Dominanz herrscht und das Patriarchat sich als hartnäckiges Konzept behauptet, bedeutet das nicht, dass es auch gut so ist. Muslimas müssen endlich den Mut haben, ihre Rechte einzufordern. Ohne Kompromisse. In ihrem neuen Buch "Emanzipation im Islam – eine Abrechnung mit ihren Feinden" zeigt die Autorin, was und vor allem wer Muslimas heute in Deutschland und weltweit daran hindert, ein emanzipiertes und selbstbestimmtes Leben zu führen, ob es ihre Sexualität, Liebe, Partnerschaft betrifft oder die Familie und Erziehung. Ohne die Frau gäbe es keinen Islam. Und doch präge ihre Unter-drückung durch patriarchale Strukturen die Geschichte des Islam bis in unsere Gegenwart. Kopftuch-Debatte, Dramen um Zwangsehe und sogenannte Ehrenmorde seien Ausdruck von Ungerechtigkeit, die im Privaten beginne und sich ihren Weg in den öffentlichen Raum bahne. Besonders für die junge Generation müsse mehr individuelle Entfaltung möglich sein sowie eine Auseinandersetzung mit den theologischen Quellen, argumentiert Sineb El Masrar. Dass dem auch in Deutschland muslimische Organisationen und Verbände entgegenwirken, ist einer der Hauptkritikpunkte der Autorin. Sie müssten endlich Verantwortung übernehmen,
um Islamisten nicht die Deutungshoheit zu überlassen.

70.     Am 25.November 2016: "Klassenzimmer der Zukunft - Die Digitalisierung unseres Lebens beginnt in der Schule" mit Herrn Dr. Michael Kirch.
Dr. Michael Kirch ist seit 2006 am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Didaktik an der Ludwig-Maximilians-Universität München tätig. Er forscht hier in den Bereichen Mediendidaktik in der Grundschule und Lehrerausbildung. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit dem Digitalen Wandel in der Schule und der Optimierung von Unterricht.
Von einer Hospitationsreise nach Australien wollte Dr. phil. Michael Kirch gar nicht nach Deutschland zurück kommen. So beeindruckt war er über den selbstverständlichen Umgang von Lehrern und Schülern mit digitalen Medien, der Ausstattung der Schulen mit entsprechendem Equipment und fachkundigem Personal – über die Wertschätzung, die der Mediendidaktik dort entgegengebracht wird, und der Chancen, die sich für jeden Schüler daraus ergeben. Seit rund 20 Jahren erprobt der Münchner, wie sich neue Medien in den Schulalltag integrieren lassen. Mit Uni-Klassen hat er ein deutschlandweit einmaliges Lernlabor geschaffen, in dem sich pädagogische Wissenschaft und Ihre Anwendung direkt begegnen. Dort forscht er darüber, wie eine sinnvolle Verwendung technischer Kommunikationsmittel aussehen kann und unterrichtet angehende Lehrer. „Was den Einsatz von digitalen Medien in der Schule angeht, so ist Deutschland ein Entwicklungsland“, sagt Kirch und verweist darauf, dass deutsche Schüler im internationalen Vergleich der Informationskompetenz unterdurchschnittlich abschneiden. In einer Zeit, in der die moderne Arbeitswelt zusammenbräche, wenn man die digitalen Medien abschaltete, merkte man in der Schule von diesem Abschalten kaum etwas. Es scheint, als würde die digitale Welt vor dem Schultor aufhören. „Allein der Einsatz von digitalen Medien macht den Unterricht nicht qualitativ besser, aber wir vernachlässigen es, unseren Kindern Medien-kompetenz zu vermitteln“. Dass zu gutem Unterricht nicht nur die digitalen Medien gehören, und dass die Qualität des Unterrichts auch von Faktoren wie Personal oder Raumausstattung abhängt, belegte Dr. phil. Michael Kirch in seinem Vortrag. Übrigens unser erster Vortragsabend, der einschl. Lichtbildern und der anschließenden lebendigen Diskussion 'digital' ablief. Durch den Lufthansa-Streik saß unser Referent in München fest.

71.     Am 24.Januar 2017: "Nacbar Dänemark - Zusammenarbeit mit Vordingborg"
mit Frau Kirsten Overgaard und Frau Annette Tenberg.
Kirsten Overgaard ist Stadtverordnete von Vordingborg, gewählt für Venstre, Dänemarks liberale Partei und Vorsitzende des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie, sowie Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und Psychatrie. Sie hat in den drei Jahren seit der Wahl eine hervorragende kommunalpolitische Arbeit für die Schulen der Gemeinde gemacht. Die Zusammenarbeit der Volksschulen Vordingborgs mit Deutschland zu stärken, ist ihr Ziel. Die Møn-Skole in Stege wurde ausgesucht, mit Neustadts Lienauschule sowohl kulturell als auch auf Vereinsebene und für betriebliche Praktika zusammen zu arbeiten. Der internationale Zweig der Møn-Skole erhält für dieses dreijährige Projekt aus dem Haushalt der Stadt Vordingborg DKK 300.000 als Zuschuss. ist Biosphären-Koordinatorin der Gemeinde Vordingborg. Sie arbeitet daran, die Insel Møn zusammen mit den angrenzenden Wasserflächen zu Dänemarks erstem UNESCO Biossphären-Reservat zu machen. Biossphären-Reservate sind Gebiete mit einmaliger Natur, wo menschliche Aktivitäten im Einklang mit mehr, vielfältiger und artenreicher Natur entwickelt werden. Im besten Sinne eine Entwicklung des ländlichen Raumes mit Schwerpunkt auf Natur, Kultur, Umwelt und neuen Arbeitsplätzen in einem inspirierenden weltumspannenden Netzwerk. Die Städte Neustadt in Holstein und Vordingborg auf der dänischen Insel Seeland sind dabei, die bereits bestehenden Kontakte über die Ostsee weiter zu entwickeln und auszubauen. Das Umwelthaus Neustadt arbeitet schon längere Zeit mit dem Geocenter-Møns-Klint zusammen. Als Auftakt der kommunalen Zusammenarbeit ist 2016 ein Kooperationsprojekt zwischen je einer 7.Klasse der Lienauschule in Neustadt und der Møn-Skole in Vordingborg beschlossen worden. Vergleichbar zur Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, gibt es beim Nachbarn Dänemark den Liberalt-Oplysnings-Forbund (LOF)). Durch LOF-Vordingborg wurde es uns ermöglicht, diese zwei sehr kompetenten Referentinnen für einen ersten Informationsabend über die Stadt Vordingborg, ihre naturschöne Umgebung und über die Menschen, die dort leben, zu gewinnen. Vordingborg ist eine kleine Hafenstadt an der Ostsee. Sie ist mit dem Auto oder mit der Bahn gut zu erreichen. In Vordingborg halten (wie in Oldenburg) die Hamburg und Kopenhagen verbindenden Fernzüge. Ein berühmtes Baudenkmal der Stadt Vordingborg ist der Gänseturm. Herrliches Naturdenkmal sind die Kreidefelsen der Insel Møn.

72.     Am 26. April 2017: "Meister der Zukunft - Neue Herausforderungen für das Handwerk, und wie Politik und Handwerk diese meistern können" mit Herrn Arne Hansen, stellv. GF der Kreishandwerkerschaft und Herrn Michael Gülck , Leiter der Beruflichen Schule Oldenburg.
Mit durchschnittlich drei bis fünf Mitarbeitern sind Handwerksbetriebe so klein, dass sie in politischen Debatten kaum Beachtung finden. Zu Unrecht, zählen sie doch zu den tragenden Säulen der deutschen Wirtschaft: 12,5% aller Erwerbstätigen und 27,3% aller Auszubildenden sind im Handwerk tätig. Bei der Integration von Flüchtlingen hängen Schreiner, Maler und Co. die Industrie sogar ganz locker ab. Gleichzeitig steht das deutsche Handwerk vor großen Herausforderungen. Unsere Gesellschaft schrumpft und der Fachkräftemangel nimmt zu. Immer mehr Schüler werden zudem ermuntert, das Abitur und ein Studium als vermeintlich besseren Abschluss anzustreben. Auch sind Handwerker besonders schlimm von den Problemen unserer Infrastruktur betroffen. Viele haben ein verstaubtes Bild vom Handwerk als schlecht bezahltem „Knochenjob“. Doch Digitalisierung erleichtert die Arbeitsbedingungen und schafft anspruchsvolle Jobs, die nicht nur ein feines Händchen, sondern auch Köpfchen erfordern – und ganz nebenbei oft mehr Einkommen und Aufstiegschancen bieten als so manches Studium.


 


Das Liberale GesprächsForum Neustadt hat 

in Zusammenarbeit mit dem Regionalbüro Lübeck der Friedrich-Naumann-Stiftung
weitere Foren in Vorbereitung, 

 Haben Sie Interesse, dazu eingeladen zu werden, sich zu informieren,
sich selbst und ihre Ideen einzubringen?

Dann melden Sie sich bitte bei 
Ilse Tychsen, Liberales GesprächsForum Neustadt
unter der Adresse: Am Binnenwasser 18, 23730 Neustadt
Tel.04561 2433
Fax. 04561 2910
oder per eMail: Liberales GesprächsForum Neustadt

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Update: 2017-july-01