Sachverständige für Immobilienbewertung
und
der Stand ihrer Zusammenarbeit in den Ostsee-Anrainer-Staaten
Valuer
for fixed assets (State of co-operation in the Baltic Sea States) English
Das nächste Mal in
Riga
/Lettland
von Donnerstag 18. bis Sonnabend 20. August
2011
Was sind die politischen Vorgaben?
Um welche Länder geht es?
Wozu ist Zusammenarbeit nötig?
Der Immobilienmarkt erhält mehr und mehr ein internationales Gepräge.
Es gibt den Gemeinsamen Markt der Europaeischen Gemeinschaft incl. der
Angeschlossenen Staaten.
Es entwickelt sich ein einheitliches Recht.
Der €uro als einheitliche Währung ist eingeführt.
Im IVSC (International Valuation Standard
Committee) mit Kollegen aus vielen Nationen der Welt wurden internationale
Standards für die Immobilienbewertung entwickelt.
TEGoVA (entstanden aus den Vorgängern
TEGoVoFA und EUROVAL) arbeitet auf europäischer Ebene.
Aktuelle Aufgaben sind:
Was ist im Bereich der Ostsee
erreicht?
I-S (Ingeniørsammenslutningen) und der BDB (Bund Deutscher Baumeister,
Architekten und Ingenieure) waren zuerst die Partner; nach dem Zusammenschluss
der dänischen Ingenieurverbände dann IDA-BYG
und BDB. Verbände und Institutionen aus Schweden und Finnland kamen dazu.
Wesentliche Impulse brachten u.a. alljährlich an wechselnden
Hochschulstandorten veranstaltete Ingenieurausbildungs-Konferenzen.
1989
baten
mich die Kollegen aus Island (Icelandic Society of Appraisers) über den
DIHT (ich war damals VBN-Bezirksobmann in Schleswig-Holstein/ Hamburg) in einem
3-Tage-Seminar zum Thema: „Wertermittlung in Deutschland“ zu referieren. Über
die IHK zu Luebeck konnte ich dann
1991
(1992)
zu einer Konferenz mit nordischen Sachverständigen nach Lübeck einladen (u.a.
waren dabei: Joseph Scharfenberger, Walter Schäfer, Jürgen Streich, Rolf
Nilsson, Kirsten Knudsen, Sibylle Kircher, Olavi Hiekka, Wilfried Haker u.a.).
1993
folgte
dann die Gegeneinladung nach Kopenhagen und
1994
nach
Helsinki. Anlässlich der Konferenz
1995
in
Stockholm wurde der Name geboren: THE NORDIC VALUATION CONFERENCE.
1996
trafen
sich Kollegen aus acht Staaten in Tallinn ( Estonian
Association of Appraisers ) . Hauptreferent war der damalige Vorsitzende
vom IVSC, Mr.North aus Toronto.
1997
luden
die Norweger (NTF) nach Oslo ein: The
Nordic (Baltic) Valuation Conference fand dort statt.
1998
war
Wismar Veranstaltungsort mit dem VBD und der
UNI Rostock
als Gastgeber. Über fünfzig Sachverständige für Immobilienbewertung
aus acht Nationen haben teilgenommen.
1999
waren
wir mit großem Erfolg ( dank Lithuanian Association of Property Valuers )
in Vilnius (BALTIC VALUER CONFERENCE) und
2000
BALTIC VALUATION CONFERENCE in Turku. Die Konferenz hatte zwei Themen:
"Aktuelle Fragen der Immobilienbewertung" und
"Der Gebrauch von Indices in der Wertermittlung". Ausgezeichnet
organisiert von Olavi Hiekka und Hanna Raasakka.
2001
war die BALTIC VALUATION CONFERENCE in Riga (Lettland).
Diesmal: "Relationships between appraisers, banks and insurance
companies". Vilis Zuromskis und Daiga Deruma sei
besonders gedankt.
2002
hat
uns nach zehn Jahren wieder in Lübeck zusammengeführt. Im Bürgerschaftssaal der
Hansestadt Lübeck war
die Bewertung von unter Schutz gestellten Objekten (Baudenkmale, Naturschutz)
das gemeinsame Thema.
Sechzig Kollegen aus neun Anrainerstaaten und Fachleute des Denkmalschutzes
nahmen teil.
2003
Danzig
Diesmal drehte sich alles um "Wertermittlung von Objekten in
unmittelbarer Verbindung zum Meer".
Präsident Wacław Baranowski vom Dachverband der polnischen Wertermittler (The
Polish Federation of Valuers’ Associations) und
der inzwischen als Nachfolger gewählte Prof. Andrzej Hopfer hatten für das
Pfingstwochenende ein hervorragendes Programm aufgestellt und waren glänzende
Gastgeber.
2004
Oslo. Das Thema war: Informationstechnologie
und Wertermittlung. Der NTF hat seine Software zur Erstellung von Verkehrswertgutachten
vorgestellt: "Keytovaluation". Begrüßt wurden die Teilnehmer durch den Vorsitzenden des NTF Erik Larsen. Das
vom Organisationsausschuss ( Are Aakerøe, Odd Hovde und Helge Jensen ) zusammen
mit der NTF-Sekretärin Birgit Liodden erstellte Programm lies keine Wünsche
offen.
2005
Tallinn
Der EKHÜ, Verband der
Wertermittlungssachverständigen Estlands, war Gastgeber im "Reval Hotel Olümpia".
Tambet Tiits Vorsitzender
der EKHÜ, begrüßte die Teilnehmer. Programm der Konferenz: "Wertermittlung und
Immobilienmarkt in einer globalisierten Welt". Fokus auf das aktuelle Thema:
Wertermittlung als Grundlage der Bilanzierung von Betriebsvermögen.
Eröffnung: Tea Varrak, stellv.Finanzministerin Estlands. 150 Teilnehmer,
davon 17 von außerhalb (10 Staaten) inkl. Rumänien und Gastbesuch aus China. Ein
herzlicher Dank für das Management an Katrin Kolbre (EKHÜ).
2006
St.Petersburg . Der Verband der Wertermittlungssachverständigen
Russlands (RSA) war Gastgeber im
"NOVOTEL", dem neu gebauten Hotel in der Innenstadt. Igor Artemenkov,
stellvertretender Vorsitzender des RSA, begrüßte die Teilnehmer. Hauptthema der
Konferenz: "Gegenwärtiger Stand
der professionellen Wertermittlung in Europa". Ca.150 Teilnehmer,
davon 23 von außerhalb (aus 10 Staaten) inkl. Ukraine und Bulgarien. Ein
gute Organisation machte Veronica Maliguna (RSA). Reisebericht.
2007
Helsinki . Der Verband der Wertermittlungssachverständigen
Finnlands (SKAY) war Gastgeber in der Technischen Universität von Helsinki (HUT) in Espoo.
Kauko Viitanen und Tuomo Heinonen begrüßten die Teilnehmer. Hauptthema der Konferenz:
"Enteignung und Entschädigung durch Übernahme oder Abgabe von
Landflächen". In Kooperation mit der FIG Kommission 9 kamen Teilnehmer von
überall auf der Welt. Mehr als hundert Sachverständige, davon 24 aus Finnland und
die anderen aus 36 verschiedenen anderen Staaten der Erde inkl. China, Australien
und Neuseeland.
2008
Klaipeda ( Memel ) in Litauen. Die BVC fand statt vom 11. bis 13. September 2008 in der Universität von Klaipeda.
Hauptthema: "Wertermittlung von Erholungs- und Freizeit-Immobilien rund um die
Ostsee. Insgesamt 80 Teilnehmer. Gastgeber waren die Kollegen vom Litauischen
Verband für Immobilienbewertung (LTVA) mit Steponas Deveikis an der Spitze.
Der Auftakt am Donnerstag führte uns in das Ostseebad Palanga mit seinem historischen
Park und dem Bernsteinmuseum. Die Konferenz am Freitag im neu gebauten Audimax der UNI
Klaipeda und am Sonnabend ein Ausflug auf die Kurische Nehrung.
2009
Visby auf der schwedischen Ostseeinsel Gotland. Die BVC fand statt
vom 17. bis 19. September 2010 in der Universität von Gotland. 56 Teilnehmer.
Ein Doppelthema: "Auswirkungen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise auf
die nationalen Immobilienmärkte und die Wertermittlung" und "Einfluss von
Umweltbelastungen auf die Wertermittlung". Gastgeber waren die Kollegen vom Schwedischen
Verband der Immobilienexperten (ASPECT) mit Åke Ekwall an der Spitze.
Der Auftakt am Donnerstag führte uns in das Herz der historischen
Altstadt. Die Konferenz am Freitag in den Räumen der UNI Gotland und am
Sonnabend ein Ausflug auf die z.Zt. größte Baustelle "Visborg", die ehemalige
Kaserne am Südrand der Stadt.
2010
Rostock Im historischen Rathaus. 52 Teilnehmer. Verantwortlich für die
Koordination war der Bundesverband der vereidigten Sachverständigen
(BVS) mit Bernhard Bischoff.
Das Doppelthema war:
"Veränderung in ländlichen und städtischen Gebieten und ihr Einfluss auf die Wertermittlung
- demografischer Wandel und Fortzug der Bevölkerung" sowie
"Qualifikation und Zertifizierung von Wertermittlern - Sicherung hoher Qualität der Sachverständigen".
Sie finden einige der gehaltenen Vorträge der BVC2010 auf der Homepage des BVS unter
BVC,
und hier
die ersten Berichte über die BVC2010 von
Ina Viebrock-Hörmann
,
P-O Skoog
und
Tino Koch
Immer mehr zeigt sich, die Ostsee ist ein tragfähiger geographischer Bereich für
die inzwischen zur Tradition gewordene Arbeit.
Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe anderer Aktivitäten für die Fortbildung
und auch zur Kooperation mit osteuropäischen Sachverständigenverbänden.
Finnische und schwedische Kollegen haben z.B. eine Menge getan für die
baltischen Staaten.
Grenzüberschreitende Partnerschaften ermöglicht das EU-Recht.
Dabei zeigen die rund um die Ostsee erheblich differierenden Systeme, noch
beachtenswerte Unterschiede
Wer an diesem Erfahrungsaustausch
teilnimmt, kann in hohem Masse profitieren. Er wird getragen von den Verbänden
der autorisierten Sachverständigen, ist aber gleichzeitig Gesprächsforum zu
Kammern, Ministerien, Steuer- u. Katasterverwaltungen und Gutachterausschüssen.
Die Beteiligung an Gesetzgebungsaktivitäten ist erforderlich.
Handlungsbedarf?
Was in diesen Jahren mit uns geschieht, dürfen wir als Praktiker nicht der
zufälligen Entwicklung oder ‘dem Staat‘ überlassen. Unsere tägliche
Berufsarbeit liegt naturgewachsen in der Provinz. Es gibt da ein starkes Bedürfnis
nach Beharrung. Sachverständige sind vom Typ her bodenständig und
‘Einzelkämpfer’. Auf der anderen Seite gibt es enormen Informationsbedarf,
jetzt schon mehr bei uns als bei den Kollegen in den osteuropäischen Staaten.
Durchführung.
Es hat sich gezeigt, dass internationale Zusammenarbeit auf globaler Ebene nicht
ganz billig ist. Die Ostseeanrainer haben es aber nicht weit zueinander. Hier
gibt es darüber hinaus ein hohes zukünftiges Entwicklungspotenzial. Die Wege
werden fast täglich kürzer. Nicht zuletzt dank der neuen elektronischen Medien.
In der fachlichen Zusammenarbeit liegt für alle Beteiligten eine Chance. Nur
durch verstärkte Kooperation werden wir für unseren Berufsstand die fachliche
Kompetenz bewahren können.
Die nächste Konferenz wird die 20. BALTIC VALUATION CONFERENCE 2011
in Riga/ Lettland
sein.
Geplant ist sie
für Donnerstag, den 18.August bis Sonnabend, den 20.August
2011
in der historischen Altstadt von Riga.
Einladung
Gastgeber werden die lettischen Kollegen sein
von der
Latvian Association of Property Appraisers (LIVA)
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update 2011-march-25
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