Sachverständige für Immobilienbewertung
und
der Stand ihrer Zusammenarbeit in den Ostsee-Anrainer-Staaten

Valuer for fixed assets (State of co-operation in the Baltic Sea States) English

Das nächste Mal in  Danzig / Polen 
22. - 24. September 2016


Was sind die politischen Vorgaben?

Um welche Länder geht es?

Wozu ist Zusammenarbeit nötig?
Der Immobilienmarkt erhält mehr und mehr ein internationales Gepräge.
Es gibt den Gemeinsamen Markt der Europaeischen Gemeinschaft incl. der Angeschlossenen Staaten.
Es entwickelt sich ein einheitliches Recht.
Der €uro als einheitliche Währung ist eingeführt.
Im IVSC (International Valuation Standard Committee) mit Kollegen aus vielen Nationen der Welt wurden internationale Standards für die Immobilienbewertung entwickelt.
TEGoVA (entstanden aus den Vorgängern TEGoVoFA und EUROVAL) arbeitet auf europäischer Ebene.

Aktuelle Aufgaben sind:

Was ist im Bereich der Ostsee erreicht?
I-S (Ingeniørsammenslutningen) und der BDB (Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure) waren zuerst die Partner; nach dem Zusammenschluss der dänischen Ingenieurverbände dann IDA-BYG und BDB. Verbände und Institutionen aus Schweden und Finnland kamen dazu. Wesentliche Impulse brachten u.a. alljährlich an wechselnden Hochschulstandorten veranstaltete Ingenieurausbildungs-Konferenzen.

1989            baten mich die Kollegen aus Island (Icelandic Society of Appraisers) über den DIHT (ich war damals VBN-Bezirksobmann in Schleswig-Holstein/ Hamburg) in einem 3-Tage-Seminar zum Thema: „Wertermittlung in Deutschland“ zu referieren. Über die IHK zu Luebeck konnte ich dann

1991            (1992) zu einer Konferenz mit nordischen Sachverständigen nach Lübeck einladen (u.a. waren dabei: Joseph Scharfenberger, Walter Schäfer, Jürgen Streich, Rolf Nilsson, Kirsten Knudsen, Sibylle Kircher, Olavi Hiekka, Wilfried Haker u.a.).

1993            folgte dann die Gegeneinladung nach Kopenhagen und

1994            nach Helsinki. Anlässlich der Konferenz

1995            in Stockholm wurde der Name geboren: THE NORDIC VALUATION CONFERENCE.

1996            trafen sich Kollegen aus acht Staaten in Tallinn ( Estonian Association of Appraisers ) . Hauptreferent war der damalige Vorsitzende vom IVSC, Mr.North aus Toronto.

1997            luden die Norweger (NTF) nach Oslo ein: The Nordic (Baltic) Valuation Conference fand dort statt.

1998            war Wismar Veranstaltungsort mit dem VBD und der UNI Rostock als Gastgeber. Über fünfzig Sachverständige für Immobilienbewertung
aus acht Nationen haben teilgenommen.

1999            waren wir mit großem Erfolg ( dank Lithuanian Association of Property Valuers ) in Vilnius (BALTIC VALUER CONFERENCE) und

2000            BALTIC VALUATION CONFERENCE in Turku. Die Konferenz hatte zwei Themen: "Aktuelle Fragen der Immobilienbewertung" und
"Der Gebrauch von Indices in der Wertermittlung". Ausgezeichnet organisiert von Olavi Hiekka und Hanna Raasakka.

2001            war die BALTIC VALUATION CONFERENCE in Riga (Lettland). Diesmal: "Relationships between appraisers, banks and insurance companies". Vilis Zuromskis und Daiga Deruma sei besonders gedankt.

2002            hat uns nach zehn Jahren wieder in Lübeck zusammengeführt. Im Bürgerschaftssaal der Hansestadt Lübeck war
die Bewertung von unter Schutz gestellten Objekten (Baudenkmale, Naturschutz) das gemeinsame Thema.
Sechzig Kollegen aus neun Anrainerstaaten und Fachleute des Denkmalschutzes nahmen teil.

2003            Danzig  Diesmal drehte sich alles um "Wertermittlung von Objekten in unmittelbarer Verbindung zum Meer".
Präsident Wacław Baranowski vom Dachverband der polnischen Wertermittler (The Polish Federation of Valuers’ Associations) und
der inzwischen als Nachfolger gewählte Prof. Andrzej Hopfer hatten für das Pfingstwochenende ein hervorragendes Programm aufgestellt und waren glänzende Gastgeber.

2004            Oslo. Das Thema war: Informationstechnologie und Wertermittlung. Der NTF hat seine Software zur Erstellung von Verkehrswertgutachten vorgestellt: "Keytovaluation". Begrüßt wurden die Teilnehmer durch den Vorsitzenden des NTF Erik Larsen. Das vom Organisationsausschuss ( Are Aakerøe, Odd Hovde und Helge Jensen ) zusammen mit der NTF-Sekretärin Birgit Liodden erstellte Programm lies keine Wünsche offen.

2005            Tallinn  Der EKHÜ, Verband der Wertermittlungssachverständigen Estlands, war Gastgeber im "Reval Hotel Olümpia". Tambet Tiits Vorsitzender der EKHÜ, begrüßte die Teilnehmer. Programm der Konferenz: "Wertermittlung und Immobilienmarkt in einer globalisierten Welt". Fokus auf das aktuelle Thema: Wertermittlung als Grundlage der Bilanzierung von Betriebsvermögen. Eröffnung: Tea Varrak, stellv.Finanzministerin Estlands. 150 Teilnehmer, davon 17 von außerhalb (10 Staaten) inkl. Rumänien und Gastbesuch aus China. Ein herzlicher Dank für das Management an Katrin Kolbre (EKHÜ).

2006            St.Petersburg . Der Verband der Wertermittlungssachverständigen Russlands (RSA) war Gastgeber im "NOVOTEL", dem neu gebauten Hotel in der Innenstadt. Igor Artemenkov, stellvertretender Vorsitzender des RSA, begrüßte die Teilnehmer. Hauptthema der Konferenz: "Gegenwärtiger Stand der professionellen Wertermittlung in Europa". Ca.150 Teilnehmer, davon 23 von außerhalb (aus 10 Staaten) inkl. Ukraine und Bulgarien. Ein gute Organisation machte Veronica Maliguna (RSA). Reisebericht.

2007            Helsinki . Der Verband der Wertermittlungssachverständigen Finnlands (SKAY) war Gastgeber in der Technischen Universität von Helsinki (HUT) in Espoo. Kauko Viitanen und Tuomo Heinonen begrüßten die Teilnehmer. Hauptthema der Konferenz: "Enteignung und Entschädigung durch Übernahme oder Abgabe von Landflächen". In Kooperation mit der FIG Kommission 9 kamen Teilnehmer von überall auf der Welt. Mehr als hundert Sachverständige, davon 24 aus Finnland und die anderen aus 36 verschiedenen anderen Staaten der Erde inkl. China, Australien und Neuseeland.

2008            Klaipeda ( Memel )  in Litauen. Die BVC fand statt  vom 11. bis 13. September 2008 in der Universität von Klaipeda. Hauptthema: "Wertermittlung von Erholungs- und Freizeit-Immobilien rund um die Ostsee. Insgesamt 80 Teilnehmer. Gastgeber waren die Kollegen vom Litauischen Verband für Immobilienbewertung (LTVA) mit Steponas Deveikis an der Spitze. Der Auftakt am Donnerstag führte uns in das Ostseebad Palanga mit seinem historischen Park und dem Bernsteinmuseum. Die Konferenz am Freitag im neu gebauten Audimax der UNI Klaipeda und am Sonnabend ein Ausflug auf die Kurische Nehrung.

2009            Visby  auf der schwedischen Ostseeinsel Gotland. Die BVC fand statt vom 17. bis 19. September 2010 in der Universität von Gotland. 56 Teilnehmer. Ein Doppelthema: "Auswirkungen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise auf die nationalen Immobilienmärkte und die Wertermittlung" und "Einfluss von Umweltbelastungen auf die Wertermittlung". Gastgeber waren die Kollegen vom Schwedischen Verband der Immobilienexperten (ASPECT) mit Åke Ekwall an der Spitze. Der Auftakt am Donnerstag führte uns in das Herz der historischen Altstadt. Die Konferenz am Freitag in den Räumen der UNI Gotland und am Sonnabend ein Ausflug auf die z.Zt. größte Baustelle "Visborg", die ehemalige Kaserne am Südrand der Stadt.

2010            Rostock  Im historischen Rathaus. 52 Teilnehmer. Verantwortlich für die Koordination war der Bundesverband der vereidigten Sachverständigen (BVS) mit Bernhard Bischoff. Das Doppelthema war: "Veränderung in ländlichen und städtischen Gebieten und ihr Einfluss auf die Wertermittlung - demografischer Wandel und Fortzug der Bevölkerung" sowie "Qualifikation und Zertifizierung von Wertermittlern - Sicherung hoher Qualität der Sachverständigen".
Sie finden einige der gehaltenen Vorträge der BVC2010 auf der Homepage des BVS unter BVC,
und hier die ersten Berichte über die BVC2010 von Ina Viebrock-Hörmann , P-O Skoog und Tino Koch

2011            war die BALTIC VALUATION CONFERENCE wiederum in Riga (Lettland). Die Themen waren diesmal: "Mass valuation and cooperation with individual valuers" und "Mutual recognition of valuer's qualification". Eine herrliche Kanalfahrt rundete die Tage ab. Vilis Zuromskis und seinem Vorstand herzlichen Dank.

2012            in Kiel, der Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins.  Zu Gast bei der IHK Kiel. 20 Teilnehmer. Danke an die kurzfristig eingesprungenen Referenten Ari Laitila, Örn Ingvarsson, Vivita Baumane, Markku Airaksinen, Harry Viebrock, Bernhard Bischoff und Ina Hörmann. Die Themen waren: "Bewertung von Gebäuden der 70er und 60er Jahre - Abbruch oder Denkmalschutz" sowie "Existierende und aufkommende Herausforderungen in der Wertermittlung - Praktische und theoretische Lösungsansätze".

2013            in Reykjavik , der Hauptstadt Islands. 

2014            in Helsinki , der Hauptstadt Finnlands. 

2015            in Tallinn, der Hauptstadt Estlands. Gastgeber der 25.BVC war der Verband der Wertermittlungs-Sachverständigen Estlands.
Gleichzeitig konnte das zwanzigste Jubiläum dieser erfolgreichen Zusammenarbeit gefeiert werden. 

Immer mehr zeigt sich, die Ostsee ist ein tragfähiger geographischer Bereich für die inzwischen zur Tradition gewordene Arbeit.
Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe anderer Aktivitäten für die Fortbildung und auch zur Kooperation mit osteuropäischen Sachverständigenverbänden. Finnische und schwedische Kollegen haben z.B. eine Menge getan für die baltischen Staaten.
Grenzüberschreitende Partnerschaften ermöglicht das EU-Recht.
Dabei zeigen die rund um die Ostsee erheblich differierenden Systeme, noch beachtenswerte Unterschiede

Wer an diesem Erfahrungsaustausch teilnimmt, kann in hohem Masse profitieren. Er wird getragen von den Verbänden der autorisierten Sachverständigen, ist aber gleichzeitig Gesprächsforum zu Kammern, Ministerien, Steuer- u. Katasterverwaltungen und Gutachterausschüssen. Die Beteiligung an Gesetzgebungsaktivitäten ist erforderlich.

Handlungsbedarf?
Was in diesen Jahren mit uns geschieht, dürfen wir als Praktiker nicht der zufälligen Entwicklung oder ‘dem Staat‘ überlassen. Unsere tägliche Berufsarbeit liegt naturgewachsen in der Provinz. Es gibt da ein starkes Bedürfnis nach Beharrung. Sachverständige sind vom Typ her bodenständig und ‘Einzelkämpfer’. Auf der anderen Seite gibt es enormen Informationsbedarf, jetzt schon mehr bei uns als bei den Kollegen in den osteuropäischen Staaten.

Durchführung.
Es hat sich gezeigt, dass internationale Zusammenarbeit auf globaler Ebene nicht ganz billig ist. Die Ostseeanrainer haben es aber nicht weit zueinander. Hier gibt es darüber hinaus ein hohes zukünftiges Entwicklungspotenzial. Die Wege werden fast täglich kürzer. Nicht zuletzt dank der neuen elektronischen Medien. In der fachlichen Zusammenarbeit liegt für alle Beteiligten eine Chance. Nur durch verstärkte Kooperation werden wir für unseren Berufsstand die fachliche Kompetenz bewahren können. 


Die nächste Konferenz wird die 26. BALTIC VALUATION CONFERENCE 2016 
in Danzig/ Polen
  sein.
Sie findet statt
vom 22. bis 24. September 2016.
Näheres ist zu finden bei Ina Viebrok-Hörmann

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